Sicherheit im Kabelnetzwerk

Zehn Gebote für den Schutz der
elektronischen Privatsphäre im Breitband-Internet
über Kabelmodem, xDSL, ISDN & Co.

  8. Online Sicherheitstests, Security Check Software

OptOut Logo und Link Die Gibson Research Corporation bot seit 18.3.2000 das OptOut Spyware Removal Tool für 32-bit-Windows gratis zum Download an.

blink 1. März 2001, Update: Das Produkt OptOut ist ausgelaufen und wird nicht erneuert. Existierende Installationen funktionieren nicht mehr (expired). Diesbezügliche Informationen auf GRC.com. GRC arbeitet an einer ähnlichen Anwendung mit dem Namen NetFilter. Als Ersatz für die Software sei Ad-aware von Lavasoft empfohlen, das hier weiter unten beschrieben wird.

Screenshot von OptOutSteve Gibsons englische Dokumentation auf der Website zum Thema Spyware (spionierende Software) ist umfassend. Es findet sich auch eine Liste von Programmen, die dieses »Aureate Baggage« mitbringen und installieren, darunter so populäre wie CuteFTP, EZ-Forms, FileSplit, GetRight, Go!Zilla und Copernic, meistens die Demoversionen. Nur wenige davon informieren die User bei der Installation über die Spionage-Programmteile, die sie ohne zu fragen einschleusen, und wenn, dann nur irgendwo versteckt in den Lizenzbedingungen (EULA), die ohnehin kein Mensch jedesmal liest.

OptOut durchsuchte die Registry nach verdächtigen Einträgen und löschte diese. Der »Deep Scan« suchte verschiedene einschlägige Programmbibliotheken auf den Festplatten. Es sei darauf hingewiesen, daß die mit den Spyware-DLLs verknüpften Programme nach der Entfernung der Programmteile durch OptOut mitunter nicht mehr funktionierten.

Die Internet-Community wurde von Gerüchten aufgerüttelt, ein verbreitetes System, das gleichzeitig mit »advertiser-supported software« installiert werde, sei in Wirklichkeit eine Art »Trojanisches Pferd des Internet«. Es wird gemunkelt, der Computer des ahnungslosen Anwenders werde ohne zu fragen »inventarisiert«, die Registry gescannt und alle möglichen persönlichen, privaten und vertraulichen Informationen würden über das Internet zur Aureate Media Corporation gesendet, um deren Datensammlung zu »bereichern« und zu ermöglichen, Persönlichkeitsprofile zu erstellen.

Unerhörte Datenmengen seien dadurch in Umlauf gekommen, auf mehr als zwanzig Millionen PCs sei Aureate bereits unabsichtlich installiert worden, vermelden gut unterrichtete Kreise, die Technik erlaube es Aureate, die Computer von außen zu kontrollieren. Doch damit noch nicht genug – der besondere Clou: Selbst nach einer Deinstallation der Software, welche dieses »Gepäck« mitbrachte, werden angeblich weiterhin Daten übertragen! Schier unglaublich: Es stellt sich heraus, berichtet Steve Gibson, daß Aureates »browser parasite«-Technologie tatsächlich für eine Reihe von bisher unerklärlichen Browser-Abstürzen und -Problemen verantwortlich ist!

Trennlinie und Verweis (Hyperlink) zum Inhaltsverzeichnis der vorliegenden Web-Seite 'Sicherheit im Kabelnetzwerk'

Zahlreiche Leser von Sicherheit im Kabelnetzwerk berichten, daß auch sie keine Ahnung von der Existenz dieser spionierenden Software-Komponenten auf ihren Festplatten hatten, Ähnliches ist auch in anderen Foren und Newsgruppen zu erfahren. »Schweinerei« ist eine der milderen Bezeichnungen, die für diese Aktivitäten verwendet werden. Die meisten fühlen sich mehr als unwohl, wenn hinter ihrem Rücken unkontrolliert persönliche Daten verschickt werden.

Auch Symantec/Norton beschäftigt sich seit kurzem mit diesem Thema, gibt eine »unabhängige Stellungnahme« dazu ab und erklärt, wie man ihr Produkt Norton Internet Security 2000 justiert, um diesen unerwünschten Datenverkehr zu unterbinden, die fragwürdigen Komponenten werden jedoch nicht entfernt wie mit OptOut. (5. Juli MM, Anmerkung: Der Link ist leider down, obwohl er auch auf der Symantec-Seite aufscheint, offenbar gibt es bei dieser nicht unheiklen Angelegenheit Kommunikationsschwierigkeiten.)
      Update: Die eben angeführten WWW-Hyperlinks zeigen alle nicht mehr die Texte, die dort einmal zu finden waren. Schlimmer noch: In einschlägigen Usenet-Newsgruppen ist zu erfahren, daß (frühere) Versionen von Norton Personal Firewall (Bestandteil von Norton Internet Security) als Default-Regel absichtlich eine Hintertür zu Aureate/Radiate offengehalten haben, ohne daß der User etwas davon bemerkte! Originalton Symantec, 30. Oktober 2000: »By default, Norton Internet Security and Norton Personal Firewall automatically create rules to allow Radiate activity.«
      Auf seiner Web-Seite schreibt Steve Gibson: »Die aktuelle Version enthält einen Eintrag, der es der ›AllAdvantage‹-Spyware (Browser-Viewbar) erlaubt, geradewegs durch die Firewall zu passieren, ohne seine User davor zu warnen oder auch nur danach zu fragen! Somit hat Symantec nicht nur Trojaner, Viren und Spyware nicht davon abgehalten, vorzutäuschen, irgendeines der 878 nach einer Installation per Default ›vor-genehmigten‹ Programme zu sein, sondern die Firma entscheidet sogar für den Anwender, was diese Programme darstellen – selbst wenn es sich dabei um Spielarten dieser zweifelhaften Adware und Spyware handelt; schließlich mag sich der User eine Firewall gekauft haben, um sich gerade davor zu schützen.«

Weitere Infos zu OptOut und Spyware: C'NETs Summary Story Are security fears running ahead of reality? Und vom ZDNet-Verlag: I Call It Spyware. So Sue Me! und Stop 'Spyware' From Following You on the Net von Jim Louderback.


Foto von Ehren Maedge, 'President and CEO' von 'Radiate' (vormals 'Aureate Media'); WWW-Hyperlink zu seiner Biographie

Aureate heißt jetzt übrigens Radiate... Inzwischen haben sie auch einen eigenen Remover herausgebracht, der ihre unerwünschten DLLs entfernen soll; aber wie heißt es so schön auf englisch? »Oh look, the fox is in the hen house so lets send in a weasle to get rid of the fox!« Hier ein Foto von Ehren Maedge, »President and CEO« der geschäftstüchtigen Brüder, die freilich für jeden einzelnen der Vorwürfe eine Erklärung haben und nicht zögern, gerichtlich gegen öffentliche Behauptungen, die ihnen nicht passen, vorzugehen.

Weitere Stichworte zu diesem gefährlichen Trend im Internet sind Conducent/TimeSink (PKZip und CuteFTP), Comet Cursor, Alexa/zBubbles, Adware, Doubleclick, DSSAgent, Gator, Cydoor, Webhancer, TransCom’s BeeLine, GoHip, Web3000, EverAd, Onflow, Flyswat und SurfMonkey. Interessant in diesem Zusammenhang auch die Web-Seite Phone Home – wenn Software Heimweh bekommt mit einer Liste verdächtiger Programme. Die deutschsprachige Zeitschrift HomeP@ge Magazin widmet sich ebenfalls ausführlich dem Thema und bietet einen eigenen Aureate-Killer (mit Undo-Funktion) zum Download an (nicht getestet), ebenso Lavasoft mit Ad-aware v4.5 sowie Patrick Kolla mit seinem Programm SpyBot-Search&Destroy und SpyCops Spyware Detection and Deletion Software (Registration erforderlich).

Update 22.11.2000: Lavasoft bringt – nach eigenen Angaben mit erheblicher Verspätung – die komplett neu geschriebene Version 4.01 von Ad-aware heraus. Hier ein paar der neuen Features: Kommandozeilen-Parameter, Autostart während dem Windows-Bootup, automatisches Scannen und Entfernen, Ad-watch (Echtzeit-Überwachungs-Add-on), automatische Erstellung einer Log-Datei, Aufspüren neuer Spyware und genauere Angaben dazu.

Update 3.2.2001: Ad-aware Version 4.5 (3.3.: 4.55; 6.4.: 4.6) speichert die Log-Datei – nach Belieben auch automatisch – an definierbaren Orten (Datei-Pfadangaben) auf der Festplatte, Fehler unter Windows 2000 und NT wurden behoben, das Logfile zeichnet nun auch Details zu beendeten Software-Prozessen auf, neue und verbesserte Reflist-Datei, der Registry-Scan wurde aufgeteilt in einen Regular- und einen Enhanced- (Deep)-Scan, erweiterte Spy/Adware-Erkennung. Ältere Versionen vor der Installation der neuen über die Funktion "Software-Deinstallieren" in der "Windows-Systemsteuerung" entfernen. Deutsche Bedienungsanleitung bei Trojaner-Info.de.

Bildschirmfoto von Ad-aware

Update 24.6.2001: Ad-aware Version 5, Release 5.5, verfügt nun über Multi-Language-Support, darunter auch Deutsch. Neu sind weiters eine Ein-Klick Backup-Funktion vor dem Entfernen der Spyware zum eventuellen Rückgängigmachen, neue und flexiblere Programm-Oberfläche (zum Beispiel Minimieren des Fensters während des Scans, Explorer-ähnliche Dateibaumstruktur zur Auswahl), neue Online-Handbücher und FAQ, Ad-aware scheint nun im Kontext-Menü (Rechts-Klick) von Dateien und Ordnern zum leicht zugänglichen und direkten On-the-Fly-Scan auf, in die neue Exclude-Liste können Komponenten eingetragen werden, die dann von Ad-aware ignoriert werden, austauschbare Datenträger können ebenfalls gescannt werden, zusätzliche Kommandozeilen-Parameter stehen zur Verfügung, die Spyware-Identifikationslisten wurden erweitert und ergänzt.
Ältere Versionen von Ad-aware vor dem Installieren der neuen Version entfernen.
Alle Angaben von der Lavasoft-Website.

Hier ein paar Bildschirmfotos vom neuen Ad-aware:
Zur animierten Detailansicht bitte auf das Bild klicken

Optionen/Einstellungen
Scan-Vorgang
Bildschirmfoto von Ad-aware; zur animierten Detailansicht bitte auf das Bild klicken Bildschirmfoto von Ad-aware; zur animierten Detailansicht bitte auf das Bild klicken


Bildschirmfoto von Ad-aware

Ist es Freeware oder ist es Spyware? Auch die Online-Datenbanken Spychecker und Spyware List I (hier Registration/Login erforderlich, erst im Aufbau begriffen) sowie Spyware List II geben darüber Auskunft. Der Einfachheit halber kann gleich über die untenstehenden Eingabemasken gesucht werden; den "Zurück"-Button des Browsers verwenden, um danach wieder hierher zu gelangen:

Handelt es sich um SpyWare ?

  
Namen der Software (z.B. GetRight oder Go!zilla) eingeben

Dieses Service ist jederzeit auch über die   Suchen  -Schaltflächen in unseren Navigationsleisten erreichbar.

Weitere Alternative: The Spyware Infested Software List von InfoForce:
Datenbank:      Programm-Name     Spyware     Status    
Suche nach:      

Artikel im Heise-Newsticker: Reklame-Trojaner fliegt raus (18.7.2000) und Reklame-Trojaner surft auf Kosten des Nutzers (19.4.2000); ein Beitrag in Ausgabe 16/2000 der Computer-Fachzeitschrift c’t stellt mehrere Spielarten solcher »Dienstleistungsprogramme« vor.

Aber nicht nur Shareware- und Freeware-Programmierer kommen auf solche seltsamen Ideen. Selbst Payware ist keine Garantie für »saubere« Software. In dem salon.com-Artikel Software that can spy on you wird der Fall geschildert, wie Lese-Lernprogramme für Fünfjährige von einer namhaften Firma solche Phone-Home-Programme in alle PCs im Hause der Eltern einschleusten. Auch die ABC-News haben zum Fall Mattel einen Bericht veröffentlicht. Die darin involvierte Firma Brøderbund stellt auch das populäre Programm PrintShop und die meistverkauften Computerspiele aller Zeiten – Myst und Riven – her. Auch der Netscape-Browser spioniert seine User aus, dazu der Heise-Newsticker-Artikel SmartDownload belauscht Nutzer.

Hochinteressanter und ausgezeichneter Artikel zum Thema bei TIME Digital, Cover-Story vom 30. Juni 2000: Spies Among Us. Es geht nicht nur um OptOut und Aureate/Radiate, sondern um alle möglichen und unmöglichen Privacy-Belange. Pikantes Detail am Rande: Während man sich der spannenden Lektüre über spionierende Cookies und DoubleClick hingibt, versucht die Seite www.time.com, elf Cookies von doubleclick.com, elf von time.com und sieben von pathfinder.com zu setzen. Logo und WWW-Hyperlink zum 'TIME Digital'-Artikel

Apropos Cookies:
Neue Version des Internet Explorer mit Cookie-Manager
      Microsoft veröffentlichte einen lange angekündigten Privacy-Patch für den Internet Explorer 5.5 auf seiner Website. Die sogenannten IE 5.5 Privacy Enhancements statten den Internet Explorer 5.5 mit einer umfangreichen Cookie-Kontrolle aus. So wird der Surfer beispielsweise auf Wunsch darüber informiert, wenn eine dritte Site, etwa ein Adserver für Werbebanner und andere Anzeigen, versucht, auf der heimischen Festplatte ein Cookie abzulegen. Der Internet Explorer liest dann das Cookie aus und zeigt es detailliert an. Dann kann der Nutzer entscheiden, ob er Cookies von dieser Site generell zulassen will. Ausserdem gibt es jetzt in den Sicherheitsoptionen einen Delete-all-Cookies-Button.
       Die Privacy-Enhancements sind derzeit nur komplett mit dem Internet Explorer 5.5 in der englischen Version zu haben. Microsoft Deutschland gab bislang keine Auskunft darüber, wann diese nützlichen neuen Funktionen auch in der deutschen Version eingebaut werden. Wer in den Genuß der Privacy-Features kommen will, muss also mit dem englischsprachigen IE 5.5 arbeiten – nach der Installation des Patches auf eine deutsche Version ist der Surfer mit der englischen Ausgabe konfrontiert, da das Update den Kern des Browsers austauscht. (Quelle: Heise)

Neues Sicherheitsloch im Internet Explorer 5.5. Der bulgarische Sicherheitsexperte Georgi Guninski hat einmal mehr eine Sicherheitslücke in Microsofts Internet Explorer 5.5 gefunden. Da es bestimmt nicht die letzte sein wird, regelmäßig unseren News-Ticker lesen!
WWW-Hyperlink zum tecChannel-Artikel      Daß es wichtig ist, sich um Sicherheits-Updates und -Workarounds seiner Browser-Software zu kümmern, dürfte hinlänglich bekannt sein. Der deutsche Info-Dienst tecChannel hält einen aktualisierten Artikel über die Sicherheitsprobleme mit dem Microsoft-Browser vor: Aktuelle IE-Sicherheitslücken. »Der Internet Explorer ist für seinen Funktionsumfang bekannt, doch mindestens ebenso sehr auch für seine Sicherheitslücken. Wir haben für Sie die aktuellen Risiken und entsprechenden Bugfixes zusammengestellt.« In dem ziemlich kompletten Aufsatz finden sich auch Links zu Demonstrationsseiten.

Netscape 6
      Nun auch auf deutsch verfügbar. Bietet neue Leistungsmerkmale und Funktionen für benutzerdefinierte Anpassung, einfache Bedienung, Sicherheit und Kompatibilität auf verschiedenen Plattformen.
      Der neue hochverschlüsselte Kennwort-Manager verbessert die Sicherheits- und Datenschutzfunktionen von Cookie-Manager und bietet den Anwendern einen komfortablen und sicheren Kennwortschutz im gesamten Internet.
      Heise-Newsticker-Artikel: Deutsche Preview 2 von Netscape 6 verfügbar: »Der Cookie-Manager etwa arbeitet ohne Fehl und Tadel; der Kennwort-Manager verschlüsselt die abgelegten Passwörter und versieht sie mit einem Master-Kennwort.«
      Inzwischen gibt es die Final-Version des Browsers. Über weitere Sicherheitslücken und deren Behebung verweisen wir auf unseren News-Ticker, zum Beispiel JavaScript-Lücke in Netscape 4.76.

Logo & Link zur Seite 'The Anatomy of File Download Spyware' Auf seiner neuen Web-Seite The Anatomy of File Download Spyware beschreibt Steve Gibson ausführlich die Erfahrungen, die er im Zuge seiner aktuellen Recherchen mit den Firmen Netscape und (seit neuestem) RealNetworks macht.
      Fast »live« kann man seine täglichen Kontakte mit diesen populären Software-Produzenten verfolgen. Er läßt ordentlich Dampf ab – »...heute waren wieder mal alle dreihundert Vorstandsdirektoren von RealNetworks gleichzeitig in einer Sitzung...« – und bedient sich dabei geschickt der Macht der Worte und des Drucks der Öffentlichkeit.
      Seine bisherigen Ermittlungen bestätigen die Gerüchte: Netscapes, NetZips und RealNetworks’ Download-Utilities können den Anwender beobachten, indem sie einen Report über jede Datei verschicken, welche dieser egal von wo im Internet herunterlädt, betrachtet oder sich anhört. Er beschreibt, wie ein Cookie auf seiner Festplatte seinen realen Vor- und Zunamen und seine privaten eMail-Adressen bei jedem File-Download an RealNetworks übermittelte, weil er vor Monaten die Software RealProducer über eine »sichere Internetverbindung (SECURE PURCHASE TRANSACTION)« bestellt und gekauft hatte.
      So, wie es aussieht, geben letztere klein bei und bringen vermutlich (zum wiederholten Male) eine neue Version ihrer Multimedia-Viewer-Software ohne Spionage-Teile heraus, bevor die Angelegenheit eskaliert. Da geht es offensichtlich um Schadensbegrenzung.
      Video Direkt-Start ZDTV-Interview mit Steve GibsonSmart Download Smart Enough to Spy (leider nicht mehr online).
      Steve bemüht sich auch um einen einheitlichen Codex (eine Art Norm), ab wann eine Software als spionierend einzustufen ist, sein Artikel dazu: The Code of Backchannel Conduct (CBC).


ElbTecScan
Spector und eBlaster sind kleine, unauffällige Windows-Programme, die ausschließlich zur perfekten Protokollierung aller vom Anwender am Computer vorgenommenen Aktivitäten (Monitoring Computer Use) entworfen wurden. ElbTecScan ist eine kostenlose Software (167 KB) aus Hamburg für alle, die prüfen möchten, ob ihre Computer von diesen Spionageprogrammen befallen sind. Alle Angaben von der ElbTec-Website.
      Alternative: Who’s Watching Me von Trapware, Demoversion steht zur Verfügung (ungetestet); Liste mit dort bekannter Monitoring-Software (eBlaster fehlt).
      Ebenfalls ungetestet: SpyCop


Web-Bugs auf die Schliche kommen

Dieses neue Programm, entwickelt von der Privacy Foundation, meldet dem User, wenn eine eMail oder eine Internet-Seite einen Web-Bug enthält. Die sogenannten Web-Bugs, auch Clear GIFs genannt, werden benutzt, um das Surf-Verhalten der User auszuspionieren. Der Download der Software, die dahingehend aufklären soll, ist gratis. Das Programm ist ein Add-on für den Internet Explorer von Microsoft und arbeitet auch ausschließlich mit diesem Browser.

Immer mehr Web-Bugs

Das Programm kommt nicht unerwartet, nimmt die Anzahl der Web-Seiten, die Web-Bugs verwenden, doch ständig zu. Ziel dieser Bugs ist es, Informationen – zum Beispiel welche Sites der User gerne und häufig liest – zu sammeln. Die Bugs können auch zusammen mit Cookies auftreten, diese Dateien enthalten oft persönliche Informationen wie den Namen oder die eMail-Adresse. Laut Sicherheitsexperten ist es diesen Bugs sogar möglich, schädliche Dateien auf PCs zu installieren.

Ein blinkender Käfer...

Das englischsprachige Programm mit dem Namen Bugnosis entdeckt diese Bugs. Nach der Installation findet sich das Add-on in der Symbolleiste oben im Browser.

Als Warnung erscheint dann während des Surfens auf den verseuchten Web-Seiten an der Stelle der verdächtigen und meistens unsichtbaren Bild-Dateien ein blinkender Käfer (Bug), um diese anzuzeigen; auch ein akustisches »Oh-oh« kann als Warnung gewählt werden.

Im unteren Teil des Browser liefert eine nach Verdachtsmomenten eingefärbte Liste nähere Informationen und genauere Angaben zu der Datei. Die Hyperlinks rechts davon öffnen Browser-Fenster, welche das versteckte Bild deutlich umrandet hervorheben und beschreiben. Wenn dort nichts als ein kleiner roter Rahmen zu sehen ist, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Web-Bug von der besonders fiesen Sorte.

Tip: Ein Rechts-Klick in diese Liste öffnet ein Kontext-Menü für weitere Optionen. So kann beispielsweise eine Liste sämtlicher Bild-Dateien, die sich auf der untersuchten Web-Seite befinden, erstellt werden; dabei spielt weniger eine Rolle, ob sie verdächtig sind oder nicht, sondern es läßt sich auf einen Blick erkennen, ob sie von der Domäne der Web-Seite oder von woanders herkommen. Dabei ist allerdings schon ein deutliche Verzögerung der Surf-Geschwindigkeit zu bemerken. Das Add-On wird über dieses Kontext-Menü auch vorübergehend ausgeschaltet oder endgültig deinstalliert.

Ziel der Privacy Foundation ist es, die Unternehmen und Web-Seiten-Betreiber zu mehr Transparenz zu zwingen. So soll in der jeweiligen Privacy Policy offengestellt werden, warum Bugs verwendet werden, wer die gesammelten Daten erhält, und was mit diesen geschieht. Siehe dazu auch unsere Erklärung zum Schutz der elektronischen Privatsphäre bei der Benützung dieser Web-Seiten (Privacy Policy). Die Dokumentationen auf der Bugnosis-Website und in der mitinstallierten Hilfe-Datei sind ausgezeichnet (engl.).(Quelle: WebStandard, ergänzt) Kommentare?


Link und Logo BABEL FISH/AltaVista-Übersetzungs-ServiceTip: AltaVistas schlauer Online-Übersetzungsdienst für Text-Passagen und ganze Web-Seiten.


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